Die Gebäude, in denen sich der Firmensitz der Genossenschaft “La Bella di Cerignola” befindet, stammen aus 1886. Sie sind nahe Cerignola gelegen, ein wichtiges Agrar-und Ernährungswirtschaftszentrum in Apulien.

Dieser historischer Ansitz der Familie Pavoncelli zählte zu einem der größten landwirtschaftlichen Industriebauten des neunzehnten Jahrhunderts in Süditalien. In Santo Stefano wurden wichtige Weine produziert: der “Santo Stefano” (ein Rotwein aus den Trauben Nero di Troia), der “Mistella” (ein Likörwein), sowie der Wein für die “Compagnie Internationale des Wagons-Lits”. In Santo Stefano wurde auch Tabak von bester Qualität verarbeitetet.

Das feine Olivenöl aus dem Gut Pavoncelli wurde aus Oliven der Sorte Coratina gepresst, und sowohl in Glasflaschen als auch in eleganten Kanistern verkauft. In Santo Stefano wurden auch Tafeloliven verarbeitet und in Kanistern als “Oliven des Gutes Pavoncelli, Cerignola ” verkauft.

Dies war für Cerignola die erste Erfahrung von industrieller Vermarktung von Konserven.

Im Laufe der Zeit hat die Verarbeitung von Tafeloliven solche Bedeutung angenommen, sodass heute Cerignola zu einem der wichtigsten Zentren für die Verarbeitung von Tafeloliven in der Welt geworden ist. In den neunziger Jahren, nach einer kurzen Zeit der Untätigkeit, wurde die Verarbeitung von Tafeloliven in den imposanten und historischen Gebäuden von Santo Stefano wiederaufgenommen. Dies war möglich dank der Einrichtung der Genossenschaft „La Bella di Cerignola“ und dessen Präsidenten, Graf Stefano Pavoncelli.